Unsere diesjährige Sommerfahrt hat uns ins Elbsandsteingebirge geführt. Das ist ein Gebirgszug an der Elbe kurz vor der Tschechischen Grenze. Wir waren auf dieser Fahrt 12 Personen im Alter von 11-17 Jahren, die dann gemeinsam für anderthalb Woche mit dem Zug dort hin gefahren sind. Da wir unsere Fahrtkosten immer so niedrig wie möglich halten, haben wir für die Fahrt mehr als 14 Std. gebraucht...
Wir sind dort in den „Nationalpark der sächsischen Schweiz“ gezogen, um dort zu wandern und in den sogenannten Bofen (Felsvorsprünge die Schutz bieten) zu übernachten. 

Dort muss man dann sehr genau schauen, dass man eine ausgewiesene „Freiübernachtungsstelle“ findet, denn sonst campt man unerlaubt. Eigentlich kochen wir unser Essen immer über dem Feuer, doch nach wenigen Tagen haben uns zwei Herrschaften darauf aufmerksam gemacht, dass man im Nationalpark kein Feuer machen darf und dass wir Glück hätten, an diesem Tag in einer „Freiübernachtungsstelle“ zu sein, denn sie würden wissen, dass wir auch schon in unmarkierten Bofen gewesen seien. Also waren wir nun auf der Hut und haben sogar noch einen Campingkocher gekauft was sehr untypisch für eine Truchtreise ist. 
Da wir die Fahrt jedoch leider nicht mit dem Wetter gemeinsam geplant haben , hat es die meiste Zeit geregnet und wenn nicht, war es meistens trotzdem bewölkt und neblig. Am Ende unseres Aufenthalts hatte es sogar so viel geregnet, dass die Elbe so bedrohlich anstieg, dass wir schon Angst hatten, an unserem Abreisetermin nicht mehr auf die andere Seite des Flusses zu unserem Zug zu kommen. 

Auf Grund des Wetters waren wir meistens gezwungen, in den Bofen zu verweilen und den Tag so verregnen zu lassen. Das Einkaufen von Lebensmitteln war immer etwas umständlich, da wir dazu stets weit in die einzige größere Stadt nach Bad Schandau gehen mussten. Da sind dann immer zwei bis drei Leute losgezogen, um die Sachen einzukaufen. Das war dann entsprechend anstrengend, die Sachen so weit zu tragen. Weil nun das Wetter so schlecht war, und wir in den Bofen nicht so viel machen konnten, haben wir in dieser Zeit sehr viel gesungen. Das Singen ist - wie ich hier unbedingt anmerken muss - ein sehr wichtiger Teil unserer Gemeinschaft. Normalerweise wäre es ja nicht so einfach, so lange mehr oder weniger auf einem Haufen in einer Höhle fest zu sitzen und keinen Anspannung entstehen zu lassen und keinen Streit zu beginnen. Doch all dies blieb uns glücklicherweise erspart und ich persönlich behaupte, dass das mit daran lag, dass wir so viel gesungen haben. Das gemeinsame Singen macht wirklich gemeinsam viel Spaß macht - Wir singen dann einfache Lieder bis hin zu fremdsprachigen mehrstimmigen Liedern. 

Normalerweise schlafen wir in einer Kote oder Jurte, doch auf Grund der Wetters und des Geländes haben wir unsere mitgenommenen Kotenplanen nur zum unterlegen genutzt. Eigentlich haben wir zwar meistens vor, viel zu wandern und voran zu kommen, doch das war bei dieser Fahrt eben nicht so gut möglich. Trotz des Wetters und der eher ungünstigen Lage war diese Fahrt ein voller Erfolg.


Geschrieben von: Fabian Panitschka und Albert Hahn Schwennis

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