Dieses Jahr brachen wir am 28.07.2016 ein Tag nach Schulende zu einem besonderen und für uns alle neuen Erlebnis auf. Wir hatten das Glück einen Segeltörn auf dem zweimastigen Segelschiff Whydah of Bristol miterleben zu dürfen. Schon im Vorfeld haben wir uns alle getroffen um die wichtigsten Grundlagen des Segelns zu lernen. Wir lernten theoretisch was wir machen müssen wenn wir dann einmal mit dem Schiff ablegen oder anlegen, aber auch praktische Übungen ließen wir nicht außen vor, so lernten wir alle fleißig die verschiedensten Knoten und ihre Anwendung. Nach einem langen aber auch gemütlichen Übungstag in der Hütte sollten wir Zuhause alles etwas vertiefen.

Als es dann so weit war und wir im ersten Zug saßen und eine zweieinhalb tägige Reise mit dem Zug bis nach Nyneshamn in Schweden vor uns hatten, begannen wir noch einmal ein paar Knoten und Segelnamen, die uns unser Skipper und Vorstand Julian gelehrt hatte, zu vertiefen. Um 1:30 Uhr am nächsten Tag erreichten wir dann endlich den Bahnhof von Rostock wo wir eine ungemütliche und kurze Nacht auf dem Bahnsteig verbrachten. Nach ein paar Stunden „Schlaf“ ging die Fahrt weiter zum Fährhafen um mit der Fähre nach Schweden zu kommen. In Schweden angekommen durften wir unsere Fahrt nach einer ausgiebigen Pause im Stadtpark von Trelleborg mit dem Nachtzug nach Stockholm fortsetzen. Am morgen um 8 Uhr kamen wir dann endlich in dem schönen Hafenstädtchen Nyneshamn an. Da wir nach der Nacht im Zug viel Hunger hatten beschlossen wir erst einmal zu frühstücken. Nach ausgiebigem Essen konnten wir uns nicht mehr halten und wir schauten uns ein erstes Mal das Schiff an. Wir konnten das Schiff noch nicht „entern“ da die Crew, die vor uns auf dem Schiff war noch fertig putzen musste.

Als dann das Schiff fertig geputzt war richteten wir uns unten in unseren Kajüten ein. Wir hatten das Glück noch am selben Tag auszulaufen. Die erste Stunde halfen uns noch die Pfadfinder, die vor uns gesegelt sind. Aber schon nach kurzem hat jeder von uns einen Posten übernommen und wir waren schon wesentlich am segeln beteiligt. So fuhren wir schon am ersten Tag in einen wunder schönen Sonnenuntergang hinein. Die letzten Seemeilen mussten wir allerdings dann mit Hilfe des Motors zurücklegen, da der Wind nachgelassen hatte. Die erste Nacht verbrachten wir in einem kleinen Hafens des Dorfes Dalarö, die war für uns alle eine sehr erholsame Nacht nach der langen Reise. Das 15 Meter lange Segelschiff ist für 12 Personen ausgelegt, ein Skipper, ein Bootsmann und eine zehnköpfige Crew. Unter Deck ist es sehr geräumig und hat alles was man braucht.

Am nächsten Morgen legten wir als erstes ab, als die uns geglückt ist bereiteten ein paar das Frühstück vor was wir dann zusammen auf dem Deck gemeinsam genossen. Den restlichen Tag verbrachten wir mit Segeln, was bedeutete das man je nach Wind die Segel verändern musste wo meist die ganze Gruppe gefragt war. Die restliche Zeit verbrachte jeder unterschiedlich, die einen sagen Lieder, die anderen bereiteten das Mittagessen vor und wieder andere halfen das Schiff zu navigieren und zu steuern. Da wir an diesem Tag viel Wind hatten mussten wir die Segelfläche verkleinern. Nachdem wir wieder weiter in den Schären waren konnten wir unser super leckeres Mittagessen in der Sonne auf dem Deck genießen. Nun suchten wir für die nächste Nacht einen schönen Platz wo wir unser Schiff festmachen konnten um zu schlafen. Als wir eine schöne Bucht ausfindig machen konnten versuchten wir an einem steilen Felsen uns festzumachen. Nach einigen versuchen und ein paar nassen Kleidern waren wir an Bäumen fest. Da die sonne noch schien und das Wasser nicht al zu kalt war beschlossen wir noch baden zu gehen. Einige von uns haben an Land noch so viele Heidelbeeren gepflückt das wir die ganze Fahrt über diese in morgendlichen Müsli genießen konnten. Der nächste Tag verlief relativ ähnlich, aber wir hatten viel mehr mit segeln zu tun da wir nun gegen den Wind fuhren und man da im Zick Zack sich langsam seinem Ziel nähert. Gegen Abend wurde dann der Wind so stark, dass wir uns nur noch mit unserem „Lifebelt“ auf Deck fortbewegen durften. Als wir wieder eine windstille und schöne Bucht gefunden hatten gingen wir hier vor Anker. In dieser Nacht mussten wir eine Nachtwache abhalten, so bildeten wir zweier Gruppen die jeweils zwei Stunden an Deck Wache hielten. Wir mussten unseren Standpunkt immer wieder überprüfen und nach dem Wetter Ausschau halten. Am folgenden Tag fuhren wir nach Stockholm in den Hafen, was einen kleinen Höhepunkt von unserem Segeltörn darstellte. Wir legten nahe der Altstadt an und ließen den Abend ausklingen. Da wir so viele Heidelbeeren hatten, beschlossen wir einen Kuchen daraus zu backen, welcher auch vorzüglich schmeckte. Da wir ja jetzt in Stockholm waren wollten wir es uns auch nicht nehmen lassen die Stadt anzuschauen. Mit gemütlichen Stadt bummeln verbrachten wir so diesen Tag. Wir wollten eigentlich auch am selben Tag noch auslaufen doch da kam etwas dazwischen sodass wir noch eine zweite Nacht im wunderschönen Stockholm verbringen durften. Frühmorgens brachen wir dann auf und verließen Stockholm, wieder passierten wir die „schönste Stelle“ unseres Törns einen engen Kanal wo zum Teil nur ein Schiff platz hatte. Auch die nächsten zwei Tage verbrachten wir mit Segelsetzen und Segelbergen, ebenso durfte jeder von uns das Steuer übernehmen und das Schiff auf Kurs halten. Aber auch das Entspannen auf dem Deck in der Sonne kam nicht zu kurz. So gingen die letzten Tage, wie auch der Rest, wie im Fluge vorbei und schon mussten wir das Schiff putzen und verlassen. Wir alle waren sehr traurig da dieses super schöne Erlebnis schon so schnell vorbei war, aber wir hatten noch drei Tage in Schweden vor uns. Hier liefen wir ein kleines Stück aus Nyneshamn raus und suchten uns einen schönen Schlafplatz, dort bauten wir unsere Kothe auf. In diesen Tagen mussten noch vier von uns die Waldläuferprüfung machen. So verbrachten wir die Zeit mit Vorlesen, die Prüfung vorbereiten und absolvieren und Angeln. Nach erfolgreichem anzünden des Feuers auf dem wir dann unser Mittagessen mit Meerwasser kochten hatten alle die Prüfung erfolgreich geschafft. Aber auch diese Zeit hatte ein Ende und nun packten wir unser ganzes Hab und Gut zusammen und machten uns auf den Weg zum Bahnhof. Da wir eine lange Wartezeit hatten, haben wir den Code für die Hafen Dusche und Sauna ausfindig gemacht. Kurz bevor es dann endgültig auf den nach Hause Weg ging bekamen alle noch eine Pizza. So machten wir uns sauber und gut gestärkt an die lange Rückfahrt. Pünktlich am 11.08.2016 kamen wir in Villingen an.

Es war eine wunderschöne Sommerfahrt! Danke an alle die dazu beigetragen haben und dabei waren!

Geschrieben: Sophia Grauer, Sulamith Dieterle & Jonathan Grauer

Sommerfahrt 201...
Sommerfahrt 2016 Whydah Sommerfahrt 2016 Whydah
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