Auch dieses Jahr war die Trucht wieder auf Reisen. Uns zog es auf unserer Sommerfahrt nach Schweden. In den letzten zwei Sommerferienwochen, genauer gesagt am 29.08.2017 starteten 10 Truchtis  am Villinger Bahnhof, das Abenteuer einer neuen Reise entgegen.

Wir fuhren mit der Bahn zwei Tage quer durch Deutschland, ein Teil durch Dänemark, bis wir in Malmö in Schweden ankamen. Dort mussten wir ein paar Stunden warten und schliefen eine Zeit lang am Bahnhof, bis die Bahn Security kam und uns bat aufzustehen, da hier Schnellzüge um 04:00 Uhr morgens kommen würden (es kam natürlich kein Schnellzug). Von Malmö aus ging es noch ein Stück weiter mit der Bahn, zu unserem Endziel Göteborg Schweden. Dort ging es dann zu Fuß weiter. Mit großen Rucksäcken und nicht ganz so viel Motivation, da wir alle noch sehr müde von der langen Fahrt waren, wanderten wir eine Zeit lang, bis wir aus der Stadt raus waren. Wir mussten durch eine große Golfanlage laufen, bis wir an unserem Ziel angekommen waren. Ein riesen großer, wunderschöner See in einem Naturschutzgebiet. Wir zogen natürlich sofort alle unsere Badehosen und Bikinis an und rannten in den See. Leider fing es bald an zu regnen und wir mussten uns noch einen Schlafplatz für die Nacht suchen. Also hieß es alle Rucksäcke auf und weiter geht’s. Wir wurden fündig und konnten die Nacht in einer kleinen Schutzhütte im Göteborger Stadtwald verbringen. Morgens wurden wir durch eine riesen Gruppe Pilzsammler geweckt, die uns verdutzt durch das Fenster ansahen.

Die nächsten zwei Tage wanderten wir, leider mit Regenwetter, was uns aber nicht abhielt weiter an unser Ziel zu kommen. Denn wir mussten nach Fiskebäck um dort etwas Wichtiges übergeben zu bekommen. Doch nur blöd das wir am dritten Tag unserer Wanderung bemerkten, dass es eine zweite Stadt, ähnlich wie der Name Fiskebeck gibt und wir uns dort befanden. Nur leider nicht in einer Stadt, sondern in einem Industrie/ Einkaufscenter Gebiet. Dort fuhren zwar unzählige Busse, doch in Schweden (Tipp für jeden der in Schweden mit dem Bus fahren möchte), kann man nicht mit Bargeld in dem Bus zahlen. Es gibt spezielle Karten die man nur an Kiosken bekommt oder eine Handy App und die hatten wir nicht und ein Kiosk war weit und breit auch nicht zu sehen. Der Busfahrer den wir fragten war so nett, dass er uns eine Station umsonst  mitfahren lies und wir an der nächsten Haltestelle Karten kaufen konnten. Dann es ging Schnur stracks wieder zurück an den Bahnhof von Göteborg. Mit dem Zug aus fuhren wir weiter nach Fiskebäck. Dort angekommen warteten wir alle aufgeregt. Denn dieses Jahr durften wir wieder auf die Whydah of Bristol zum segeln. Doch davor mussten wir noch eine Nacht unter freiem Himmel verbringen. Zuerst überlegten wir uns am Hafen zu schlafen, doch dann entdeckten wir ein Waldstück auf der gegenüberliegenden Insel und wanderten dort ein Stück hin. Wir fanden einen wunderschönen Lagerplatz, auf Moos und Heidekraut, einfach perfekt zum schlafen. Dort kochten und aßen wir und legten uns bald schlafen. Schön warm eingemummelt unter Sternenhimmel und ein paar Wolken, hätte man perfekt einschlafen können. Doch dann der erste Tropfen und alle waren wieder hell wach. Nach einer kurzen Besprechung der Leiter entschieden wir alles ein zu packen, auf zu Rucken und wieder zurück zum Hafen zu laufen. Wir mussten eine Zeit lang nach einem alternativen Schlafplatz suchen und fanden zum Glück auch einen. Drei von uns blieben wach, falls die Security oder die Polizei kommen würde. Es kamen auch welche, doch die beachteten uns gar nicht.

Am nächsten Morgen freuten wir uns alle schon endlich aufs Schiff zu dürfen und auch unseren Skipper Holzi, der uns das letzte Mal schon begleitet hat, begrüßen zu dürfen. Unsere Jüngeren der Gruppe, die zum ersten Mal dabei waren, waren natürlich begeistert als wir endlich auf das Schiff durften. Als erstes wurden wir alle eingewiesen und mit dem Schiff vertraut gemacht. Danach mussten wir unser Gepäck auf das Schiff schaffen und bald danach ging es auch schon los, auf unseren einwöchigen Segelturn auf der Nordsee. Sechs Leute aus unserer Gruppe waren zum Glück letztes Jahr schon mit auf unserem Segelturn, also war das erste Mal Segel setzten gar nicht mal so schlecht. Wir fuhren den Rest des Tages durch die Schären und legten am Abend an einer wunderschönen Insel an. Auch unser erstes Anlege Manöver lief ziemlich gut. Wir erkundeten die Insel ein bisschen, kochten und aßen alle gemeinsam und gingen auch bald schlafen, da wir ziemlich kaputt waren.

Mit neuem Elan und Kraft starteten wir den neuen Morgen mit einem nahrhaften Müsli. Aufräumen, Ablege und dann Segel setzten, unser zweiter Segel Tag startete. Wir segelten den ganzen Tag lang und konnten die wunderschöne Aussicht genießen. Gegen spät Mittag kamen wir auf einer Insel namens Mastrand an. Dort legten wir in einem kleinen Hafen an. Nach dem Abendessen erkundeten wir die Burg, die auf der Insel steht. Man konnte sich ein bisschen in die Wikinger und Seefahrer Zeit zurückversetzen.

Am nächsten Tag konnten wir leider nicht Segeln, da zu viel Wind war und das zu gefährlich wäre. Kurze Zusammenfassung: es gibt eine Windskala die man Beaufort nennt. Sie misst Wind Werte von 1 bis 12. Ab 6 Beauforts haftet man für sich selbst, das heißt wenn jemand beim Segeln etwas passiert, oder  dem Schiff, zahlt die Versicherung nicht mehr und auch sonst wird es einfach gefährlicher. Doch den Tag verbrachten wir natürlich nicht langweilig unter Deck, sondern flickten Segel, Seile und lernten weitere Knoten. Am Nachmittag machten wir ein Seil-Weitwurf-Wettbewerb und spielten Spiele.

Am nächsten Tag hatte sich der Wind wieder etwas gelegt und wir konnten zum Glück weiter Segeln. Wir verließen die Schären und segelten raus aufs offene Meer. Das war ganz schön beeindruckend. Wir segelten zu einer kleinen Insel Namens Vinga, die gegenüber von Göteborg liegt. Am Abend begann es unter und auf Deck schon etwas mehr zu schaukeln als sonst. Und über die Nacht fing es dann richtig an. Ein heftiger Sturm brach über uns herein und entgegen der Vorhersage beruhigte sich das Wetter über Nacht nicht. Also mussten wir den ganzen nächsten Tag unter Deck verbringen, da es draußen unerträglich Stürmte und Regnete. Trotzdem hatten wir jede Menge Spaß.

Nach diesem Sturm waren wir alle sehr froh, dass wir am nächsten und leider auch schon unser letzter Tag, endlich wieder segeln konnten. Der letzte Tag stellte sich noch einmal als kleines Abenteuer heraus, da wir mit relativ hohem Wellengang, viel Regen und starken Wind zu kämpfen hatten. Doch gemeinsam meisterten wir diese Aufgabe sehr gut und konnten schön in unserem End Hafen anlegen. Den Rest des Tages verbrachten wir mit aufräumen, putzen etc.

Am nächsten Morgen ging es dann auch schon früh los, da ein Teil der nachfolgenden Crew schon da war. Leider verließen uns zwei aus unserer Gruppe, da diese noch eine weitere Woche Segelten. Sie brachten uns zum S-Bahnhof von dem wir mit der S-Bahn nach Göteborg fuhren. Von dort aus ging es weiter nach Dänemark. Doch kurz bevor wir los fuhren, bemerkte einer von unseren Jüngeren, dass sein Geldbeutel weg war und mit ihm sein Ausweis, Geld, Bahncard usw. Natürlich waren wir im ersten Moment total geschockt, doch wir lösten das Problem und waren froh dass wir auf der Rückfahrt von keinem Zollbeamten kontrolliert wurden. Das Highlight der Rückfahrt war jedoch die Fähre. Wir sind mit dem ICE auf eine Fähre von Dänemark nach Deutschland gefahren.

Insgesamt fuhren wir eineinhalb Tage zurück und kamen am Sonntag den 10.09.2017 am Villinger Bahnhof an. Wir kamen alle mit neuen Erfahrungen, Geschichten und Lebensfreude zurück. Somit endete auch diese Sommerfahrt und unsere Abschiedsworte waren: “ Man sieht sich Morgen“, da am nächsten Tag ein neues Schuljahr startete.

Danke an Julian Raufelder, Jonathan Grauer, Jolanda Grauer, Alexandra Grauer, Helena Lützow, Noah Rosenstiel, Heiner Bihlmaier, Lilli Hüttl, Siobhan Dieterle und Sulamith Dieterle das ihr mit uns auf dieser wunderbaren Fahrt wart.

Ein Bericht von Lea Hüttl

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