Im Herbst machte sich die Trucht auf ein großes Lager bereit. Wir fuhren am Donnerstag den 28.09.2017 nach Böttlingen, genauer gesagt auf den Allenspacherhof. Denn dort fand dieses Jahr das große Überbündische Treffen statt, das zuletzt vor 40 Jahren auf dem Allenspacherhof war. Sechs Tage lang trafen sich dort über 2.000 Teilnehmer (aus wirklich allen Altersklassen) aus den verschiedensten Bünden und Teilen Deutschlands, um eine tolle gemeinsame Zeit miteinander zu verbringen. Die Planung dieses Lagers dauerte über 3 Jahre hinweg und kostete viel Kraft und Zeit es auf die Beine zu stellen. Nun machte sich auch die Trucht auf den Weg dorthin und wir kamen mit Sack und Pack auf dem Lagerplatz an. Zunächst wurden wir von einem Tracktor empfangen, der unser Gepäck und uns von den Autos zum Lageplatz fuhr. Danach meldeten wir uns an, suchten unseren Platz und bauten die Jurte und Kote auf. Das stellte sich als Herausforderung raus, da es schon ziemlich Dunkel war und wir kaum noch was sehen konnten. Doch dies meisterten wir zusammen mit der Hilfe unserer Ehemaligen mit Bravour und konnten anschließend kochen und essen. Bald ging es ins Bett, da es schon sehr spät war und wir alle Kraft für den morgigen Tag brauchten. Wir schliefen alle gemütlich aus, Frühstückten und machten den Lagerplatz unsicher. Der war einfach riesig und breitete sich über fünf riesen Felder aus, die alle mit Jurten und Koten belegt waren. Doch die Highlights des Platzes waren der 19 Meter hohe  Aussichts/Wachturm, der fast doppelt so hohe Fahnenmast, ein selbst gebautes Karussell auf dem man riesen Spaß hatte und die drei riesen Pinten (Konstruktionen aus 9-11 Jurten), in denen getanzt, gesungen und gespielt wurde. Sie waren der perfekte Treffunkt um sich einen wunderschönen Abend zu machen.

An einem Abend kam sogar eine Band und in anderen Pinten wurden Filme über Fahrten einzelner Bünde gezeigt. Unter anderem auch der Film “Weit“. Doch nun kommt die große Frage, wo gehen 2.000 Menschen aufs Klo? Ich denke jeder kennt die Toi Toi oder Dixi Toiletten, die nach 2 Tagen versifft und einfach nur ekelhaft aussehen und riechen. Doch diese konnte man hier erfolglos suchen. Denn das Organisations-Team hatte sich eine Alternative ausgedacht, denn es gab ca. 40 Eco Toiletten. Sie versprechen Geruchlosigkeit, Sauberkeit und Nachhaltigkeit. Und das haben sie meiner Meinung nach auch nach sechs Tagen Benutzung noch bewiesen. Doch es gab nicht nur die Eco Toiletten sondern auch die Pissrinnen für die Männer (wenn’s mal schnell gehen musste) und für die Frauen die selbst entwickelten ÜTrienen (eine Art Steh-Klo). Es gab zu dem noch zwei große Waschzelte mit Waschbecken, zum Hände, Gesicht und Haare waschen und zum Zähneputzen. Wir waren über die Hygiene auf dem Lager sichtlich begeistert. Auch für unsere Sicherheit war rund um die Uhr gesorgt. Es gab ein Freiwilliges Feuerwehr Team das stehst sogar mit einem Löschwagen präsent war und zusätzlich ein paar Ärzte und Sanitäter, die jeden verarzteten und halfen, wenn Hilfe benötigt wurde. Trotzdem gab es keine Brände zu löschen und auch keine lebensgefährlichen Verletzungen. Natürlich saß man die sechs Tage nicht Sinnlos herum, sondern es gab täglich Programm und es war wirklich für jeden etwas dabei. Man konnte Täglich eine Lederei oder Schmiede besuchen um dort wunderbare Sachen zu gestalten. Morgens gab es Yoga oder eine Morgenandacht. Mittags konnte man die Suppenküche besuchen oder mit vielen anderen zusammen tolle Spiele spielen. Damit man nicht den Überblick verlor, was alles angeboten wurde, gab es ein extra Programm Heft, das bis zum Rand mit Angeboten gefüllt war. Singen und Tanzen gehörten zu diesem Lager natürlich auch dazu und so hörte man aus jeder Ecke des Lagers, ein anderes Liedchen trellern. Natürlich gab es noch viel mehr Angebote über diese sechs Tage, doch diese alle auf zu zählen würde viel zu viel werden.

Das ganze Lager stand unter dem Motto “ Farben“. Wir wurden anfangs in der großen Willkommensrunde gebeten über das Lager die Erlebnisse und Begegnungen bunt zu sehen. In der Abschieds Runde wurde dazu auch noch einmal etwas gesagt. Wir sollen die tollen, bunten Erlebnisse, die wir auf dem Lager erlebt haben mit in unser Leben hinaus tragen und den manch so tristen und grauen Alltag versuchen bunt anzumalen. Mit dem was wir auf dem Lager ziemlich Glück hatten war das Wetter. Wir hatten überwiegend Sonne und an einem Tag war es sogar so warm, dass wir den Schatten suchen mussten. Doch in der letzten Nacht fing es sehr stark an zu regnen und das wurde uns zum kleinen Verhängnis, da es nach und nach an der ein oder anderen Stelle begann, in die Jurte zu tröpfeln. Doch wir rutschten einfach alle in bisschen enger zusammen und so Löste sich das Problem.

Morgens regnete es leider immer noch und wir mussten alle im Regen abbauen, was der Stimmung nicht so guttat. Doch der Regen wurde mit der Zeit weniger und wir konnten den Rest zum Glück im trockenen aufräumen. Leider ging auch dieses Lager zu Ende und am 03.10.2017 machten wir uns wieder auf den Heimweg.

In diesen sechs Tagen lebten wir wie in einer anderen Welt. Wir konnten den Alltag hinter uns lassen und aktiv mit 2000 anderen begeisterten Jugendlichen die wunderbare Zeit gestalten. Wir gingen mit neuen Bekanntschaften, tollen Ideen und mit bereichernden Erlebnissen zurück in unser “normales“ Leben. Ein unvergessliches Ereignis!

Fröhliche Weihnachten und ein gutes neues Jahr wünscht euch Lea ;)

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